Provenienzforschung

Gemeinsam mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Kunstsammlung versucht das Land Niederösterreich seit den 1990er Jahren anhand der Provenienzforschung NS-Raubgut in seinen musealen Sammlungen zu identifizieren und in Folge zurückzustellen. 

Seit dem Jahr 2010 war eine wissenschaftliche Mitarbeiterin u.a. für die Provenienzforschung in der Abteilung Kunst und Kultur des Amtes der NÖ Landesregierung beschäftigt. Im Jahr 2015 initiierten die Landessammlungen Niederösterreich in Kooperation mit der Donau-Universität Krems ein Forschungsprojekt zur Provenienzforschung, welches eine tiefgreifende Bestandsforschung gewährleisten soll. 

 

An dieser Stelle ersuchen wir Sie um Unterstützung bei der Suche nach den rechtmäßigen Eigentümer*innen von Objekten eindeutig bedenklicher Provenienz. Zu den nachfolgenden Kunstwerken sind keine gesicherten historischen Eigentümer*innen nachweisbar bzw. konnten keine Erb*innen eruiert werden. 

Theodor von Hörmann, „Erster Schnee, Dachau“, 1891/1892, Öl/Leinen, 38,5 x 55,5 cm, Holzrahmen vergoldet (56 x 72,5 cm) 

Theodor von Hörmann, „Erster Schnee, Dachau“, 1891/1892, Öl/Leinen, 38,5 x 55,5 cm, Holzrahmen vergoldet (56 x 72,5 cm) 

 

Unter der Bezeichnung „Dorf, Garten mit Frauen an der Thaya“, jedoch original „Erster Schnee, Dachau“, wurde Theodor von Hörmanns Bild aus unbekanntem jüdischem Besitz im April 1943 noch vor der geplanten Versteigerung im Dorotheum vom Gaumuseum Niederdonau erworben. 

Rechts neben dem weißen Inventaraufkleber ein älterer Aufkleber – teilweise eingerissen - mit schwarzer Nummer „54“, darunter eine versteckte handschriftliche Zahl: „4..“ (?); Am inneren Spannrahmen unten rechts ein handschriftlicher Vermerk „Inv.Nr. 1244“, rot durchgestrichen; Am äußeren Rahmen unten sowie links/unten handschriftlich zweimal die Zahl „193“; am äußeren Rahmen rechts/oben handschriftlich die Zahl „444“. 

 

Rückansicht von „Erster Schnee, Dachau“, 1891/1892